Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB)

Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB)

Wir knüpfen an den Stärken unserer Schüler an.

Die KGHS ist eine »Schule für individuelle Förderung«. Im Mittelpunkt der schulischen Arbeit steht dabei eine an den Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen jedes einzelnen Schülers ausgerichtete Bildung. Ziel dabei ist es die Schüler auf ein Leben als Erwachsene vorzubereiten. Dabei knüpfen wir nicht an den Schwächen, sondern an den Stärken unserer Schüler an.

Um unserem Anspruch an eine Schule für individuelle Förderung gerecht zu werden, haben wir ein Konzept zur individuellen Förderplanung erstellt. Neben inhaltlichen und methodischen Grundlagen haben wir eine verbindliche Vorgehensweise erarbeitet.

So wird ein klar strukturierter Aufbau über die Stufen hinweg und ein verbindlicher Rahmen für die Eltern, Kolleginnen und Kollegen abgebildet. Dabei wird weiterhin die gesamte Bildungsarbeit im pädagogischen Alltag fortwährend einer kritischen Auseinandersetzung und Überarbeitung ausgesetzt und wird stetig in einer intensiven Schulprogrammarbeit ergänzt und weiterentwickelt.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die individuelle Förderplanung an der Karl-Georg-Haldenwang-Schule: Inhalt, Kriterien, Ziele und Organsisation.

Individuelle Förderplanung an der KGHS

Organisation
 

Richtlinien des neuen Konzepts

Werden sichergestellt durch

Wer trägt die Verantwortung für die Planung und Durchführung der IFPl ? Der Klassenlehrer ist verantwortlich bzw. sorgt ggf. für die Aufteilung der Zuständigkeiten im Klassenteam. Protokoll über Aufgabenverteilung
Wer erstellt wie oft mit wem den Förderplan ? Pro Schuljahr sollen mindestens 3 Förderpläne pro Schüler im Team erstellt werden (Richtlinie)
Zeitlichen Rahmen im Team festlegen (Vereinbarungen über Rücksprache/Reflexion)
Vermerk im Förderplan über Zeitpunkt der Evaluation der Ziele bzw. des nächsten Förderplans
Wann wird der Förderplan evaluiert (Erreichte Ziele/ Zufriedenheit)? Bei der Erstellung wird Evaluationstermin festgelegt und im Förderplan vermerkt Vermerk im Förderplan über Zeitpunkt der Evaluation der Ziele
Wie wird die ganzheitliche Förderung sichergestellt? Übersicht über Entwicklungsbereiche entsprechend der Stufen  
Wie erfolgt die Fortschreibung? Förderpläne werden (zunächst) in einheitlichen Ordnern (Hängeregister) gesammelt Übersicht über bisherige Förderziele
Wie werden Schüler und Eltern miteinbezogen? Eltern-/Schülerfragebogen als Gesprächsgrundlage zur Förderplanung Elternfragebogen wird einmal/Schuljahr ausgefüllt
Wie wird ein Schüler an andere Kollegen übergeben ? Übergabegespräch am Anfang/Ende des Schuljahrs, Förderpläne des Schülers werden an den neuen Klassenlehrer übergeben Protokoll des Übergabegesprächs
Wo werden die individuellen fachlichen Ziele dokumentiert? Individueller Stoffplan enthält die aktuellen fachlichen Ziele (Mathe, Deutsch etc.) Stoffplanformular
Inhalte
 

Richtlinien des neuen Konzepts

Anmerkungen

Welche Bildungs-/Förderbereiche ? Grund-und Hauptstufe
Selbstständige Lebensführung; Deutsch; Mathematik; Bewegung; Mensch in der Gesellschaft; Natur, Umwelt und Technik; Bewegung, Musik und Darstellende und Bildende Kunst; Religion/-Ethik
Berufsschulstufe zusätzlich
Arbeitslehre (Berufsvorb. Unterricht); Wohnen; Freizeit
Orientiert am neuen Bildungsplan:
Sind in den Formularen bereits berücksichtigt
Unterschiedliche Bildungsbereiche für Kooperationsklassen/ Schulkindergarten? Die Kooperationsklassen beziehen sich auf die Inhalte der jeweiligen Schulart (Grundschule/Hauptschule)
Der Schulkindergarten bezieht sich auf seinen Orientierungsplan
Unsere Schüler werden auch innerhalb der Kooperations-klassen nach dem Bildungs-plan G unterrichtet
Wie werden die Förderziele formuliert? „SMART“:
spezifisch, messbar, akzeptierbar, realistisch, terminiert
z.B. nicht:“soll im Stuhlkreis sitzenbleiben“, sondern:
„bleibt im Morgenkreis mind. 10min auf seinem Stuhl sitzen“
Formulierung konkreter Maßnahmen? Maßnahmen im Hinblick auf Ort, Zeit, verantw. Person, Aktivität, Material formulieren (wo, wann, wer, mit was)
Maßnahmen sollen auf Rahmenbedingungen abgestimmt sein
 
Wie werden welche Lernvoraussetzungen erfasst? Nur Voraussetzungen bezogen auf das Förderziel formulieren: Stärken, Grenzen des Könnens, mögl. Probleme genaue Analyse unterstützt das Lehrerverhalten imHinblick auf Maßnahmen
Sollen Wünsche der Eltern/Schüler/Partner im Förderplan abgebildet sein? „Pragmatisches Ja“. Solange es machbar bleibt und für das angestrebte Förderziel von Bedeutung ist
Ziele und Kriterien

Was soll unser Förderplan-Konzept leisten? Evaluations-/Erfolgskriterien

Indikatoren

Planung sichert Qualität von Bildung und Erziehung durch
  • Verbindlichkeit
  • Transparenz
  • Kooperation
  • Lehrerhandeln wird besser reflektierbar
  • kontinuierliche individuelle Entwicklung wird ermöglicht/verbessert
  • häufigere Reflektionen über Schüler und Unterricht
Konkrete Ziele durch
  • Maßnahmen und Rahmenbedingungen bedenken
  • realistische Einschätzung der Lernmöglichkeiten
  • Zeitlicher Rahmen ist festgelegt
  • Erreichtes Ziel ist im Zeugnis formuliert
  • Reduktion auf wenige Ziele ist sichtbar
  • Ziel muss erreichbar und überprüfbar sein
  • Beschreibung der Fördermaßnahmen ist im Formular vorhanden
  • Evaluation im Förderplan (ist terminiert)
Verbindlichkeit durch
  • regelmäßige Fortschreibung (Evaluation + nächstes Ziel)
  • regelmäßige Klassenkonferenzen
  • einheitliches Konzept
  • Förderplan soll durchgängige Arbeitsgrundlage sein
  • regelmäßige Klassenteamsitzungen
  • Klassenkonferenz mit konkreter Aufgabenverteilung
  • protokollierte Festlegung (wer informiert wen, Terminabsprachen)
  • zeitliche Planung und Koordination des Prozesses ist festgelegt durch das Klassenteam
Den Schüler in den Mittelpunkt stellen durch
  • realistische Einschätzung der Lernmöglichkeiten
  • Dokumentation der Fortschritte
  • Erhebung von Schüler-Wünschen (Schülerfragebogen)
  • Dokumentation der Selbsteinschätzung des Schülers
  • Ist-Stand ist im Bereich „Lernvoraussetzungen“ formuliert
  • Datenblatt mit Foto
  • Ziele werden erreicht –„Erfolg“ für Schüler und Lehrer durch Erreichen erreichbarer Ziele
  • Ausfüllen des Schülerfragebogens
Arbeitserleichterung durch
  • begrenzte Zielanzahl
  • effektivere Teamsitzungen im Hinblick auf Entwicklungs-und Lernziele
  • klare Aufgabenverteilung im Team-jeder Kollege übernimmt zuverlässig seinen Bereich
  • sinnvolles Einbeziehen von allen Teamkollegen
  • das Vorhandensein von Aussagen fürs Zeugnis
  • einfachere Übergabe von Klassen an neue Lehrer
  • Förderplan bildet die Grundlage fürs Zeugnis, erreichtes Ziel ist im Zeugnis formuliert
  • Instrument bei Teambesprechungen
  • Förderplan bildet sichtbare Handlungsgrundlage
  • jeder hat mindestens einen Teamkollegen zur Erarbeitung
  • Kollegen, die in mehreren Bereichen eingesetzt sind, werden sinnvoll beteiligt bzw. regelmäßig informiert
Transparenz durch
  • Erarbeitung im Team
  • einheitliche Form
  • Dokumentation von Gesprächen und Ergebnissen
  • zeitlich verbindliche Überprüfungen der Förderziele
Beinhaltet Absprache mit den Eltern durch
  • Bearbeitung des Elternfragebogens (z.B. Erhebung und Dokumentation von Wünschen)
  • Förderplangespräche
  • Gesprächsprotokolle sind vorhanden
  • Vermerke im Förderplan
  • Zusammenarbeit mit Eltern wird transparenter für beide Seiten
  • Eltern können Lernfortschritte nachvollziehen
  • leicht verständliche Sprache
Einbeziehen von Partnern
  • Aufzeichnung von Schnittstellen
Soll für jeden Mitarbeiter anwendbar sein
  • einheitliche Ordnerstruktur
  • Einbeziehen von Hilfskräften
  • leicht verständliche Sprache
Verzahnung mit anderen Planungs-und Dokumentationsinstrumenten
  • Individueller Stoffplan
  • Lernfortschritte aus Förderplänen im Zeugnis(„Der Schüler hat in diesem Schuljahr gelernt..“: setzt an den Stärken des Schülers an)