Außenstelle Berufsschulstufe mit Berufsvorberereitender Einrichtung (Klasse 10-12)
  • Startseite
  • Unterricht
  • Außenstelle Berufsschulstufe mit Berufsvorberereitender Einrichtung (Klasse 10-12)

Das Stufenprofil der Berufsschulstufe und der Berufsvorbereitenden Einrichtung

Klasse 10 - 12.

In der Berufsschulstufe mit Berufsvorbereitender Einrichtung (BBE) erfüllen Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und Schüler*innen aus anderen SBBZ, die nicht die Ausbildungsreife erreicht haben, ihre Berufsschulpflicht. Das bedeutet: Schüler*innen der Stammschule und aus kooperativen Organisationsformen der KGHS wechseln nach dem neunten Schulbesuchsjahr in die BBE.

Alle sind zu Beginn Schüler*innen der Berufsschulstufe. Kennzeichnend für den Unterricht ist ein hoher Anteil an praxisorientierter beruflicher Bildung. Während des ersten Schulhalbjahres findet ein verbindliches Praktikum in der WfbM (Atrio Leonberg) statt. Beobachtete Kompetenzen aus allen Unterrichtsbereichen und dem Praktikum bilden die Grundlage für die Berufswegekonferenz (BWK) Ende des ersten Schulhalbjahres. Sollten die Schüler*innen den Anschein erwecken, am Allgemeinen Arbeitsmarkt teilhaben zu können, findet in der BWK eine Aufnahme in das Konzept BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung) statt

In der Regel besuchen die Schüler*innen die BBE für drei Jahre als Schüler*innen der Berufsschulstufe oder der BVE. In der Berufsschulstufe finden Praktika verstärkt in der WfbM statt, während die BVE-Schüler*innen hauptsächlich Praktika auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt absolvieren.

Im Anschluss an die BBE sind folgende Übergänge denkbar:

  • Aufnahme in den Berufsbildungsbereich der WfbM
  • Aufnahme in den Förder- und Betreuungsbereich der WfbM
  • Übergang in die Maßnahme KoBV
  • Direkteingliederung auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt

Bildungsbereiche

Die Themen-/Bildungsbereiche, welche auch für die Grund- und Hauptstufe Gültigkeit besitzen, werden in der Berufsschulstufe weitergeführt.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Berufsschulstufe beziehen sich auf Themen, die Schüler*innen beim Übergang in das nachschulische Leben unterstützen.

Bildungsbereich Selbstständige Lebensführung

Dimension Arbeit

  • Praktische Arbeitsprozesse erleben und durchführen
  • Schlüsselqualifikationen erwerben
  • Berufsqualifizierung und –findung


Dimension Selbstversorgung

  • sich selbstständig entsprechend individueller Möglichkeiten versorgen
    • Hauswirtschaft
    • Einkauf
    • Ernährung
    • Körperpflege


Dimension Wohnen und Freizeit

  • Freizeitinteressen entwickeln und pflegen
  • Erschließen von wohnortnahen Freizeitangeboten
  • Wohnformen kennen lernen und auf eigene Bedürfnisse abgleichen
  • Schullandheim


Dimension Mobilität

  • Orientierung im Schulhaus und Schulumfeld
  • Orientierung im öffentlichen Raum und bei Praktika
  • Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bildungsbereich Mensch in der Gesellschaft

Dimension Identität und Selbstbild

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie
  • persönliche Zukunftsplanung
  • Liebe, Partnerschaft, Sexualität


Dimension Leben in der Gesellschaft

  • Sozialverhalten, Umgangsformen, Regelverständnis
  • Hilfe annehmen und geben, Respekt und Akzeptanz
  • Tagesgeschehen, Politik, gesellschaftliche Themen
  • Übernahme von Verantwortung (Schülermitverantwortung-SMV, Teilhabebeirat des Landkreises)
  • Medienkompetenz
Kulturtechniken

Die Kulturtechniken Deutsch und Mathematik werden im Klassenunterricht und in Differenzierungsgruppen unterrichtet. Durch individualisierte Lernangebote werden gezielt die Kompetenzen der Schüler*innen gefestigt und erweitert.

Über dieses spezielle Unterrichtsangebot hinaus gibt es durchgängige Lernanlässe in allen weiteren Unterrichtsbereichen. Das Erwerben und Vertiefen der Kulturtechniken geschieht unter dem Aspekt des Alltagsbezuges und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Beispiel einer gelungenen beruflichen Eingliederung

"Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen"

Portrait von Margarita Mitrova, einer jungen Frau mit Down-Syndrom. Sie hat in der Tagespflege in Rutesheim eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden - dank guter Vorbereitung durch zahlreiche Partner.